Erstgespräch

Für Unternehmen, deren Angebot stärker ist als ihr derzeitiges Vertriebssystem.

Fünf Unternehmenstypen, mit denen diese Arbeit typischerweise beginnt – jeweils mit Ausgangslage, möglichem nächsten Kanal, benötigten Unterlagen und passendem Einstieg.

Für wen

Einordnung


Ein Muster, fünf Ausprägungen.

Ein Digital Sales Studio ist keine Werbeagentur und kein Content-Lieferant: Strategie, Verkaufsunterlagen und Kundengewinnung entstehen aus einer Hand – als ein System in der richtigen Reihenfolge, nicht als Einzelmaßnahmen.

Allen fünf Segmenten ist eines gemeinsam: Das Produkt überzeugt bereits reale Käufer – aber der Verkauf hängt an Zufall, Empfehlungen oder einem einzigen Kanal. Die Blöcke unten zeigen je Segment die typische Ausgangslage, einen möglichen nächsten Kanal, die häufigste Hürde und den passenden Einstieg. Dazu die nötigen Sales Assets: Verkaufsunterlagen wie Preislisten, Produktseiten oder Präsentationen.

Zur Einordnung: Die Segmente beschreiben Kategorien von Unternehmen, keine Aussagen über einzelne Produkte. Gerade bei Lebensmitteln, Pflege und Kosmetik gilt: keine Wirkversprechen – was kommuniziert wird, muss belegbar sein.

Kleine B2B-Hersteller und Zulieferer

Typische Ausgangslage

Technisch stark, zuverlässig, gut ausgelastet mit Bestandskunden – aber neue Kunden kommen nur über Zufall und Empfehlung.

Möglicher nächster Kanal
Systematische Ansprache definierter Ziel-Accounts in passenden Branchen.
Benötigte Sales Assets
  • Kundenproblem-Mapping statt Maschinenliste
  • Sales Deck und Use-Case-Erklärungen
  • Angebotsseiten je Anwendungsfall
  • Zielliste und Outreach-Sequenz
Typische Hürde
Das Wissen liegt beim Inhaber – es ist noch nicht in wiederverwendbare Verkaufsargumente übersetzt.
Passender Einstieg

Lead-Research-Sprint für die Zielliste, Sales Foundation für den Systemaufbau

Lebensmittel- und Genussmanufakturen

Typische Ausgangslage

Hervorragende Produkte, treue lokale Kundschaft – aber der Absatz hängt an wenigen Händlern, Märkten und Empfehlungen.

Möglicher nächster Kanal
Fachhandel, Gastronomie oder ein fokussierter Direktvertrieb.
Benötigte Sales Assets
  • Positionierung und Sortimentslogik
  • Händlerpreisliste mit Mindestmengen
  • Produktvisualisierung und Landingpage
  • Kurzes Erklär- oder Produktvideo
Typische Hürde
Der konkrete Kaufgrund wird nicht schnell genug verständlich – Qualität allein erklärt sich nicht von selbst.
Passender Einstieg

Positionierungs-Sprint, vor Fachmessen der Messe-Sprint, für den Aufbau die Sales Foundation

Natur-, Pflege- und Kosmetikprodukte

Typische Ausgangslage

Sorgfältig entwickelte Produkte mit klarer Haltung – aber die Marke wirkt online kleiner, als sie ist.

Möglicher nächster Kanal
Ausgewählter Einzelhandel, Concept Stores oder ein strukturierter eigener Onlinekanal.
Benötigte Sales Assets
  • Markenbotschaft und Bildsystem
  • Claims-Prüfung: Was ist belegbar, was braucht Freigaben?
  • Produktvisualisierung in konsistenter Bildsprache
  • B2B-Unterlagen für den Handel
Typische Hürde
Produkt- und Wirkaussagen sind rechtlich sensibel – sie brauchen saubere Formulierungen und Freigaben statt vollmundiger Werbung.
Passender Einstieg

Markt- & Marken-Check, danach Sprint oder Foundation

Hofläden, Biohöfe und regionale Produzenten

Typische Ausgangslage

Direktverkauf und Saisonales funktionieren – aber Reichweite und Planbarkeit fehlen, und der Onlineauftritt bleibt hinter der Qualität zurück.

Möglicher nächster Kanal
Lokale Gastronomie, regionale Händler, Abokisten oder Corporate-Geschenkboxen.
Benötigte Sales Assets
  • Saisonale Sortimentsstruktur
  • Großhandels-Preisliste mit Konditionen
  • Einfache, pflegbare Landingpage
  • Produktvisuals für Handel und Social Media
Typische Hürde
Saisonalität und begrenzte Kapazität – der neue Kanal muss zur realen Lieferfähigkeit passen.
Passender Einstieg

Markt- & Marken-Check, danach gezielter Markttest

Design-, Interior- und Handwerksprodukte

Typische Ausgangslage

Produkte mit Charakter und Handschrift – verkauft über Messen, Ateliers und Mundpropaganda, ohne systematischen Kanal.

Möglicher nächster Kanal
Ausgewählte Händler, Innenarchitekten und Objektausstatter, oder ein kuratierter Direktvertrieb.
Benötigte Sales Assets
  • Positionierung zwischen Handwerk und Design
  • Preisarchitektur für Endkunden und Handel
  • Hochwertige Produktinszenierung
  • B2B-One-Pager für Einkäufer und Planer
Typische Hürde
Zwischen Einzelstück und Serie fehlt die kommerzielle Struktur – Preise und Konditionen entstehen von Fall zu Fall.
Passender Einstieg

Positionierungs-Sprint oder Messe-Sprint als Aussteller


Selbst-Check

Fünf Fragen vor dem ersten Gespräch

Sie müssen nichts vorbereiten. Wer diese Fragen aber für sich beantworten kann, macht aus dem ersten Gespräch eine Arbeitssitzung statt einer Vorstellungsrunde.

  1. Welches Produkt verkauft sich heute bereits am überzeugendsten?

  2. Welche Kundengruppe kauft es aktuell – und warum?

  3. Welche Produktions- oder Lieferkapazität ist realistisch verfügbar?

  4. Welche Marge muss ein neuer Kanal mindestens ermöglichen?

  5. Wer übernimmt intern Freigaben und die Bearbeitung neuer Anfragen?


Es gibt keine Punktzahl und keine Auswertung. Die Fragen zeigen nur, wo bereits Klarheit besteht – und wo das Gespräch am besten ansetzt.


Egal, wie viele der fünf Fragen Sie heute beantworten können.

Im Erstgespräch gehen wir Ihre Antworten gemeinsam durch und klären, ob sich ein Vertriebsschritt jetzt lohnt – und welcher Einstieg dazu passt.

Antworten im Erstgespräch einordnen

Offene Fragen sind kein Hindernis – sie sind oft der beste Ausgangspunkt für das Gespräch.